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Vorbereitungszeit für eine Schwangerschaft

Ayurveda-Medizin

Die Zeugung eines Kindes ist ein heiliger Akt - die Entstehung von neuem Leben beginnt. Der Mensch und die Wissenschaften sind nicht in der Lage, diesen Prozess zu erklären. Im Ayurveda sagt man, die göttliche Seele vereinigt sich mit dem Samen des Mannes und der Eizelle der Frau im Moment der Befruchtung.
Warum ist die Vorbereitung wichtig? Wir sprechen von den körpereigenen Geweben von Mann und Frau, welche in diesem Fall die Basis für ein neues Leben schaffen. Körpergewebe entstehen aus der Nahrung, die wir täglich aufnehmen. Gemeinsam mit der Verdauungskraft und dem Stoffwechsel findet ein Prozess statt, welcher für den Aufbau für gesunde Körperstrukturen steht. Nicht nur die Qualität der Nahrung ist wichtig, sondern auch unsere Lebensweise, welche unmittelbaren Einfluß auf die Verdauungskraft und den Stoffwechsel hat. Wenn das Zusammenspiel nicht stimmt, wird Nahrung unzureichend verdaut, es bilden sich Schlackenstoffe und/oder Entzündungs- und Reizstoffe, die sich zwischen den Geweben befinden und den Fortpflanzungsgeweben beigemischt sind oder Veränderungen des Gewebes selbst bewirken - ein schlechter Ausgangspunkt für die Entstehung neuen Lebens.
So können Schwächen, Krankheitsanfälligkeiten oder Neigung zu bestimmter Krankheit kurz nach der Geburt beim Neugeborenen auftreten oder in dessen weiteren Leben ständig präsent sein, was nicht unbedingt erblich bedingt oder unabänderlich gewesen wäre. Weitere Gefahren sind: geringe Fruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaft, Fehlbildungen des Embryos oder Abort. In Westeuropa war bei Samenspendern die Sterilität beim Mann 1980 bei 1,6%, 1993 bei 9,0%. Eine geringe Qualität der Samenzellen war 1980 bei 5,4% und 19993 bei 45,8% anzutreffen. im Gegensatz zu 1960 gibt es heute nur noch halb so viele Neugeborene in Deutschland, in den neuen Bundesländern nur noch ein Drittel. Etwa 1 Mio. Paare in Deutschland (12-15%) haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Von der Unfruchtbarkeit sind mittlerweile ebenso viele Frauen wie Männer betroffen.
Was kann man konkret tun, um optimale Voraussetzungen zu schaffen? Es sind 2 Schritte, die man nacheinander praktizieren sollte. Der erste ist die körperliche Reinigung in Form von Entschlackung, Ausleitungsverfahren, reduzierende Nahrungsmittel und Heilpflanzen, im Ayurveda Pancha-Karma genannt. Zusätzlich sollte das Leben in geordneten Bahnen verlaufen, d.h. möglichst frei von Stress mit geregelten Arbeits-, Erholungs- und Schlafzeiten. Wenn diese Faktoren bereits vorliegen, ist es nicht notwendig zusätzlich noch eine Kur durchzuführen. Einen gesunden Menschen erkennt man vor allem an einem guten Energieniveau, einer geringen Infektanfälligkeit, einem stabilen Geist, einem guten Hungergefühl bei normalem Gewicht, einem geregelten Wärmehaushalt und Schmerz- bzw. Beschwerdefreiheit. Der 2. Schritt ist der qualitativ hochwertige Aufbau von den jetzt gereinigten Körpergeweben über Nahrungsmittel und Heilpflanzen. Im Gegensatz zum 1. Schritt ist es jetzt erwünscht, sättigende und hochchalorische Nahrung zu sich zu nehmen. Damit ist jedoch keine bzw. nur eine geringe Gewichtszunahme gemeint. Typische Nahrungsmittel hierfür wären vollwertige Milch und Milchprodukte, Wurzelgemüse, mageres Fleisch und Fisch, hochwertige Fette und Öle, glutenhaltige Getreide wie Weizen- und Dinkelprodukte, süße und saftige Obstsorten, etc. Anspruchsvoller Sport und schwere Arbeit sollten vorübergehend eingeschränkt werden, damit die Eltern ausreichend Energie in körperlicher und geistiger Form aufbauen können, welche dem Kind unmittelbar als Basis zugrunde gelegt werden kann.
In vielen alten Kulturen gab es diese Zeiten der Vorbereitung, meist vor der Eheschließung, da man ja mit einer baldigen Schwangerschaft rechnete. In Indien wurde oft noch ein Astrologe zu Rate gezogen, um den optimalen Ort und die Zeit für die Zeugung zu finden. Letztendlich können wir viele Dinge durch unser Verhalten und die eigene Umsicht mehr beeinflussen, als wir es für möglich halten, gerade bei einem so wichtigen Thema wie die Fortpflanzung und die Erhaltung unserer Art.

Monika Freidhöfer, Heilpraktikerin für Ayurveda-Medizin