info@die-gesundheitsoase.de
Tel. +49 (0)9129 - 40 24 94
90530 Wendelstein / Nürnberg, Querstr. 8


Publikationen

Pancha Karma - die fünf reinigenden Therapien

Ayurveda-Medizin

Diese Technik der Therapie hat sich vor allem bei chronischen Krankheiten sehr bewährt. Sie ist einzigartig in der gesamten Naturheilkunde und stammt aus dem Bereich der Ayurveda-Medizin.

In Indien, dem Herkunftsland von Ayurveda, werden heute 700 Millionen Menschen ayurvedisch erfolgreich therapiert und das seit mehreren tausend Jahren.

Ursachen für chronische Erkrankungen

Als häufigster Grund von chronischen Erkrankungen wird ein Ungleichgewicht zwischen der Verdauungskraft und der Zufuhr von Nahrung angenommen.
Nahrung wird nicht adäquat verdaut, das bedeutet in diesem Zusammenhang: es findet keine saubere Trennung zwischen den Nährstoffen und den Abfallstoffen statt. Nährstoffe, die zum Aufbau von gesundem neuen Körpergewebe benötigt werden, sind mit Abfallstoffen verunreinigt oder konnten nicht ausreichend hochwertig umgewandelt werden.

Vorbereitung

Bevor eine Pancha Karma Kur, welche man auch ambulant durchführen kann, begonnen wird, müssen die Verdauungskraft und der Stoffwechsel gestärkt und optimiert werden.
Dies erfolgt mit einer Ernährungsumstellung auf überwiegend vegetarische und gekochte Kost und den entsprechenden pflanzlichen Rezepturen, die genau auf die erkrankte Person abgestimmt sind.
Entzündungsstoffe, Reizstoffe und Schlacken, die sich im Körpergewebe abgelagert haben, weisen folgende Eigenschaften auf:
- sie verursachen meist Schmerzen
- sie sind fest mit dem Körpergewebe verbunden und lassen sich schlecht lösen bzw. wachsen nach chirurgischen Eingriffen häufig nach
- sie sind von ihrer Beschaffenheit meist klebrig, feucht oder schleimig
- sie haben einen üblen Geruch, der manchmal über die Haut nach außen dringt
- sie können schwere und gefährliche Krankheiten verursachen, wenn man diesen Zustand nicht ändert

Beginn der eigentlichen Therapie

Der Patient fühlt sich nun durch die Vorbereitung deutlich gestärkt, viele Krankheitssymptome sind zurückgegangen. Die Schlacken sind getrocknet und haben sich verkleinert, befinden sich jedoch noch im Körper.
Jetzt beginnt die innere und äußere Ölung mit Ghee, dem ayurvedischen Butterschmalz. Die Dosis bestimmt der Therapeut, er steht in regelmäßigem Kontakt mit dem Patienten. Das Fett verbindet sich mit den Schlacken. Es wird über eine gleichzeitige kräftige tägliche Ölmassage im gesamten Körper verteilt. Diese Prozedur dauert ca. 1 Woche. Im Anschluss erfolgt Wärmezufuhr, z.B. Sauna, um die Zirkulation im Körper zu erhöhen. Fette haben die Eigenschaft, sich in Richtung Verdauungskanal zu bewegen. Sie haben nun die Schlackenstoffe an sich gebunden.

Hauptphase, eigentliches Pancha Karma

Jetzt erfolgt die Ausleitungsphase. Es wird je nach Beschwerdebild und Patient festgelegt, welche und wie viele Anwendungen hierfür verwendet werden.
Es stehen folgende Techniken zur Verfügung: 1. Magenreinigung 2. Abführmaßnahmen über den Darm 3. Darmeinläufe 4. Nasenspülungen 5. Aderlässe bzw. auch Blutegel.
Diese Maßnahmen werden unter Aufsicht durchgeführt. Zwischen jeder Ausleitung (nur 1 Maßnahme pro Tag) erfolgen beruhigende Anwendungen und Kostaufbau bzw. eine erneute Vorbereitung mit Ölung.

Aufbauphase

Wenn der Körper auf diese Weise gereinigt wurde, erfolgt im Anschluss Erholung und Kostaufbau. Eine therapeutische Pancha Karma Kur, vom Beginn bis nach der Aufbauphase dauert ca. 4 bis 6 Wochen. Es ist wichtig, den Menschen danach zu stabilisieren und sich der Krankheitsursachen, die bei jedem anders sind, bewusst zu werden. Dazu gibt es ebenfalls in der Ayurvda-Medizin zahlreiche Vorgaben. Wer hätte z.B. gedacht, dass das Unterdrücken natürlicher körperlicher Bedürfnisse Asthma auslösen kann?

Die Ayurveda-Therapie ist keine Wundermedizin. Sie ist jedoch sehr erfolgreich und die älteste bekannte Naturmedizin überhaupt. Der Therapieansatz beruht auf logischem Denken, dem Bewusstsein über die physiologischen Vorgänge im Körper, Erfahrungswerten und das Beachten der gesamten Einflüsse auf den Menschen: Umwelt, Natur, psychische Belastungen, Ernährung, das soziale Umfeld, eine erfüllte Tätigkeit, Bewegung, die klimatischen Einflüsse und vieles mehr.

Die besten Zeiten für eine Pancha Karma Kur sind das Frühjahr und der Herbst. Im Frühjahr behandelt man meist Verschleimungen, Blockaden und Stagnation im Körper; im Herbst eher Hitzepathologien und Entzündungen. Wichtig ist in allen Fällen die vorangegangene ausführliche Anamnese, welche nur so eine erfolgreiche Therapie ermöglichen kann.