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Publikationen

Der medizinische Blutegel und seine Wirkung

Blutegel-Therapie

Auch Hippokrates und Galen haben die Heilkräfte des Blutegels gepriesen. Hildegard von Bingen schätzte den Blutegel so sehr, dass er bald zum Universalmittel für arme Leute hochstilisiert wurde.
Ein sanfter Blutsauger, der jetzt wieder sein Comeback erlebt.

In einigen Krankenhäusern kommen Blutegel heute wieder regelmäßig zum Einsatz, z.B. nach chirurgischen Eingriffen zur verbesserten Wundheilung oder zum Abtragen von großen Hämatomen. Bei der Transplantation von abgetrennten Gliedmaßen sind sie manchmal die letzte Chance. Bei Hauttransplantationen fördern sie die Durchblutung und somit das Anwachsen der Haut. Sehr erfolgreich sind sie auch in der Schmerztherapie, was wohl an dem Gehalt an Morphium liegt, welches man in den USA im Sekret des Blutegels nachgewiesen hat.

Was passiert während einer Blutegelbehandlung?

Mit ihren 80 Kalkzähnchen bohren Blutegel vorsichtig ein Blutgefäß an und sorgen mit dem Thrombinhemmer Hirudin, einem histaminartigen Wirkstoff, für einen besseren und längeren Blutfluss. Blutegel sondern noch viele weitere Substanzen ab, darunter entzündungshemmende Stoffe und Calin, mit dem die Wunde durch Nachbluten gereinigt wird. Hirudin wird längst auch gentechnisch hergestellt. Trotzdem kann es den Blutegel nicht ersetzen, denn erst das Zusammenwirken aller seiner Substanzen führt zu diesen genialen Therapieerfolgen. Vorbei ist die Zeit, als man die letzten artgeschützten Blutegel in blitzsauberen Gewässern suchen musste. Heute werden die prallen Würmer gezüchtet, um jegliche Infektionsübertragung zu vermeiden.

Was bewirken die Blutegel außerdem?

Durch das Zusammenwirken der unterschiedlichen gerinnungshemmenden Substanzen können Blutegel beispielsweise Thrombosen restlos auflösen und geschädigte Gefäßwände wieder elastisch machen. Ablagerungen in den Gefäßen werden aufgelöst, wodurch man gefährliche Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Bluthochdruck deutlich reduzieren kann.

Durch die verstärkte Durchblutung im Ansatzgebiet und im ganzen Körper können Blutegel sehr gut bei starken und schmerzhaften muskulären Verspannungen eingesetzt werden, ebenfalls bei schmerzhafter Arthrose (darüber gibt es eine Studie), Krampfadern und Thrombophlebitis. Sehr gute Erfolge gibt es auch bei Durchblutungsstörungen, z. B. bei Diabetes mellitus, infektiöse und schlecht heilende Wunden, Abszesse oder Nagelbettentzündung.
Weitere Einsatzgebiete sind auch Migräne, Ohrentzündung, Tinnitus oder Depressionen. Das Blutegelsekret ist entzündungshemmend, nimmt Spannung aus dem Körper (das wusste schon Galen) und leitet Schadstoffe aus, gleichzeitig fördert es die Selbstheilungskräfte des Körpers. Die gute schmerzstillende Wirkung kann man ebenfalls bei Nervenschmerzen, Polyneuropathien, Wirbelsäulenbeschwerden, Zerrungen, Verstauchungen oder Narbenbeschwerden feststellen.
Auch organisch, bei Stauungen im Körper, z. B. Lymphstau, Regelschmerzen oder Pfortaderstau erfährt man eine Besserung. Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wird erhöht, der Alterungsprozeß verlangsamt, das Immunsystem stabilisiert, die Blutbildung angeregt. Das Körpergewebe regeneriert sich. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man Blutegel einsetzen kann, nicht nur beim erwachsenen Menschen, sondern beispielsweise auch bei Kindern oder Tieren. Oftmals ist nur eine einzige Sitzung nötig. Die Behandlung wirkt über Wochen und Monate im Körper nach und kann Beschwerden komplett verschwinden lassen.

Was sollte man noch wissen?

Der Blutegel fällt nach ca. 1 Stunde von selbst ab. Die Wunde blutet mehrere Stunden nach. Es kann zu einer Lokalreaktion kommen, d.h. die Bißstelle rötet sich. Man kann dies mit kühlenden Umschlägen lindern. Es kann auch zu örtlichem Juckreiz kommen. In jedem Fall sollte man eine Blutegelbehandlung nur von einer dafür qualifizierten Person durchführen lassen.